OTTO und Umweltschutz?

Ich habe vor ca. zwei Wochen auf Schnaeppchenfuchs.com gelesen, dass man bei Otto ein paar Gratisartikel ohne Versandkosten bestellen kann. Normalerweise mach ich sowas nicht, weil man damit eigentlich nur die Marktforschung unterstützt aber mir war etwas langweilig und zufällig wollte ich Basilikum anbauen, also habe ich die Bestellung abgeschickt.

Eine Woche später kam ein Schuhkarton großes Paket mit 3 kleinen Beuteln Basilikum. Es hat mich schon etwas verwundert, dass fast ein halbes Kilo Verpackungsmaterial für ein paar dutzend Basilikum-Samen verbraucht werden aber was solls. Das “Digitalthermometer”, welches ich mir mit dazu bestellt habe war nicht im Paket. “Hamse wohl vergessn.” Dachte ich mir ;-)

Die Verpackung von einem Digitalthermometer, bestellt bei Otto

Heute früh klingelte jedoch der Postbote und Tadaah! Ein noch größeres Paket mit noch weniger Inhalt. Das Digitalthermometer ist nur eine dünne Folie mit Farbempfindlicher Farbe drauf und wiegt weniger ca. 1 Gramm, dessen Verpackung 5 Gramm. Das Paket von Otto mitsamt der Rechnung und dem überaus wichtigen und üppig ausgefallenen Polstermaterial kommt auf ein Gewicht von 360 Gramm.

Das Inhalt-Verpackungs-Verhältnis beträgt also 1:365. Mysteriös, das ist etwa das Verhältnis Tag zu Jahr… ”Ein Tag verleiht, was das ganze Jahr weigert.”

Passend hierzu findet sich auf der Otto.de Webseite folgende Unterseite, mit einem hübschen Zitat von Dr. Johannes Merck, dem Direktor „Corporate Responsibility“ der Otto Group:

„Der Schutz von Natur und Umwelt ist ein wichtiges Handlungsfeld unternehmerischer Verantwortung. Denn von intakten Lebensräumen profitieren wir alle.“

Ich will hier ja niemandem etwas unterstellen, aber die Tatsache, dass aus so einer Mini-Bestellung gleich zwei “riesige” Pakete entstehen kann doch nicht wirklich nur ein Einzelfall sein, oder irre ich mich und urteile zu schnell? ;-)